Mit "A very Murray Christmas" hat Chris Murray seine erste Weihnachts-CD vorgelegt. Der charismatische Musicaldarsteller, der durch Hauptrollen in Musicals wie "Les Misérables", "Jesus Christ Superstar" und "The Scarlet Pimpernel" bekannt wurde und in der Regel auf dramatische Rollen abonniert ist, wagt sich mit seiner weihnachtlichen Soloscheibe auf neues Terrain.
Auf die Frage, warum er sich ausgerechnet für ein Weihnachtsalbum entschieden hat, obwohl doch jeder Sänger schon ein solches aufgenommen hat, schreibt Murray im Booklet: „Die anderen sind nicht ich!“ Und damit liegt er vollkommen richtig. Trotz der recht konventionellen Titelauswahl (19 Tracks) überrascht die CD vor allem mit erfrischenden und teils sehr witzigen Arrangements von Philipp Polzin, der mit "Winter Love" auch ein wundervolles Pianostück beisteuert.
Melancholische Weihnachtslieder hat Chris Murray auf seinem Weihnachtsalbum vermieden. Dafür verbreitet er gute Laune mit den im Swing- und Jazzsound arrangierten Songs "Here Comes Santa Claus" und "Rudolph, the Red-nosed Reindeer", aber auch mit einem englischen Klassiker wie "Jingle Bells". Seine komödiantische Seite stellt er in "Grandma Got Run Over by a Reindeer" vor, während er Songs wie "Believe" und "The Christmas Song" sehr gefühlvoll mit gewohnt klassischer Stimmfarbe interpretiert.
Und selbst aus dem viel zu oft gehörten und normalerweise eher langweilig anmutenden "Stille Nacht" haben Murray und sein Arrangeur eine coole Swingnummer gemacht, die sich auch perfekt als Dinnermusik eignen würde. Insgesamt also eine sehr stimmige und empfehlenswerte Weihnachts-CD, die nicht nur Fans von Chris Murray gefallen dürfte, sondern zur weihnachtlichen Grundausstattung eines jeden CD-Regals gehören sollte.
Text: Dominik Lapp







