Dem Grips-Theater in Berlin droht die Pleite aufgrund eines Defizits, das vom Theater nicht mehr aus eigener Kraft ausgeglichen werden kann. Dies teilte das Grips-Theater heute mit. Allein die Mietkosten sollen in den letzten acht Jahren um 50.000 Euro auf insgesamt 230.000 Euro gestiegen sein.
Das Grips-Theater, das sich vor allem mit seinem Kinder- und Jugendprogramm und auch mit Musicals wie "Linie 1" einen Namen machte, müsste auf alle neuen Produktionen verzichten und zwei Drittel seiner Schülervorstellungen streichen und durch Abendvorstellungen für Erwachsene ersetzen, um die drohende Pleite abwenden zu können. „Damit verliert das Grips jedoch seinen Sinn“, heißt es aus dem Theater.
Das Grips-Theater benötigt deshalb einen einmaligen Defizitausgleich in Höhe von 65.000 Euro, eine dauerhafte Etaterhöhung um 185.000 Euro und die Ermöglichung einer Tariferhöhung. „Es macht unendlich müde, 43 Jahre lang klinkenputzend um die nackte Existenz eines weltberühmten Theaters kämpfen zu müssen, mit dem sich Berlins Kulturpolitiker stolz geschwellt zu schmücken pflegen“, so Grips-Geschäftsführer Volker Ludwig. (dol)







