Medienberichten zufolge will Stage Entertainment (SE) die Ankleider des Hamburger Operettenhauses ("Sister Act"), die auch Dresser genannt werden, ab September 2012 in ein anderes Unternehmen ausgliedern. Dies melden unter anderem die Onlineportale "redglobe.de" und "neues-deutschland.de" unter Berufung auf Informationen der Gewerkschaft ver.di. Der Grund dafür soll die geplante Steigerung der Rentabilität sein. Durch die Ausgliederung sollen angeblich bis zu 170.000 Euro eingespart werden können.
Laut ver.di besteht bei einer Ausgliederung die Gefahr, dass die 30 betroffenen Mitarbeiter zu deutlich schlechteren Bedingungen in eine Fremdfirma wechseln müssen. In der Kritik steht das so genannte Outsourcing vor allem, weil es der SE finanziell sehr gut gehen soll. So hat das Unternehmen erst kürzlich das Operettenhaus von der Stadt Hamburg gekauft (wir berichteten). Im Hamburger Hafen baut der deutsche Musicalmarktführer außerdem zurzeit ein neues Musicaltheater (wir berichteten) und plant darüber hinaus, in eine Seilbahn über die Elbe zu investieren.
Laut ver.di soll die SE, seit sie vor rund zehn Jahren damit begonnen hat, bundesweit Musicaltheater aufzukaufen, ein Drittel der früher in den Theatern Beschäftigten ausgegliedert oder entlassen haben. (mp/dol)







