Aufatmen in Hildesheim: Die Finanzierung des Theaters für Niedersachsen (TfN), das mit seiner hauseigenen MusicalCompany ein Novum in der deutschen Theaterlandschaft darstellt, ist für die nächsten drei Jahre gesichert. Die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Johanna Wanka, hat gemeinsam mit den kommunalen Trägern des TfN eine entsprechende Zielvereinbarung unterzeichnet. Mit der Aufhebung der so genannten Deckelung wurde auch die wichtigste Forderung des Theaters erfüllt. Somit werden künftige Tarifsteigerungen aufgefangen.
Vor wenigen Wochen sah es für das TfN noch schlecht aus: Etatkürzungen von bis zu 2,1 Millionen Euro standen zur Debatte und hätten das sichere Aus für den Kulturbetrieb in der Hildesheimer Theaterstraße bedeutet. Theatermitarbeiter, das Publikum sowie Hildesheimer Bürger gingen deshalb auf die Straße, sammelten Unterschriften und machten Druck auf den Rat der Stadt, bis Hildesheims Oberbürgermeister Kurt Machens signalisierte, dem TfN keine Gelder zu streichen. Die jetzt getroffene Zielvereinbarung gibt dem TfN Planungssicherheit für die kommenden drei Jahre.
Außer für das TfN wurden entsprechende Zielvereinbarungen auch für das Schlosstheater Celle, das Deutsche Theater Göttingen, die Städtischen Bühnen Osnabrück, die Landesbühne Niedersachsen Nord und das Göttinger Symphonieorchester getroffen. Im Hildesheimer TfN freut man sich nun auf die Spielzeit 2011/2012, in der unter anderem die Uraufführung des Musicals "Das letzte Einhorn" und die europäische Erstaufführung von "Side Show" anstehen. (dol)







